ECSA

Blickpunkt Januar 2017

Donnerstag, 23. Februar 2017

Martin Luther... auf dem Highway to Hell

Das neue Jahr wird ganz im Zeichen von Luther stehen. Er ist quasi überall präsent. Auf der ganzen Welt – aber vor allem natürlich hier in Mitteldeutschland feiern wir im nächsten Jahr 500 Jahre Reformation. 1517 hat ein mutiger Theologieprofessor namens Dr. Martin Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche genagelt. Damit hat alles angefangen, so liest oder hört man immer wieder. Aber das ist natürlich falsch. Angefangen hat es schon viel früher – so etwa um 1513/1514. Nämlich damit, dass Luther das getan hat, wozu er von der Universität Wittenberg beauftragt war: gründlich die Bibel zu studieren. Dabei kam ihm die Erkenntnis: Gott ist ja gar nicht der Rächer, der grausame Höllenherrscher, der die Menschen ins Fegefeuer kippt, weil sie nicht artig waren. Die entsprechenden Schlüsselstellen in der Bibel dazu finden sich beispielsweise im Römerbrief, Kapitel 1 und 3.

Aber es war natürlich eine seiner drängendsten Fragen gewesen, die ihn umgetrieben hat: wie kriege ich einen gnädigen Gott? Heute fragt so keiner mehr. Heute fragen die Leute: wie werde ich glücklich? Was bringt mir am meisten? Wo kann ich mit möglichst wenig Einsatz maximalen Erfolg erzielen? Wer kümmert sich schon um einen „gnädigen Gott“? Na klar ist es richtig: die entscheidende Botschaft der Bibel ist die der Befreiung, der Errettung! Gott liebt uns Menschen so sehr, dass er sich selbst in Jesus Christus umbringen lässt, damit wir wieder zu ihm gehören können. Das bezeugt uns die Heilige Schrift, die Bibel, das dürfen wir glauben und wir dürfen uns freuen über die unglaubliche Gnade Gottes. Lateinisch ausgedrückt bedeuten die 4 Grundpfeiler der Reformation: solus Christus (allein Jesus Christus); sola fide (allein der Glaube); sola gratia (allein die Gnade); sola scriptura (allein die Schrift). Aber genauso richtig ist auch die Aussage, dass es einen doppelten Ausgang in die Ewigkeit gibt: der eine Weg führt in Gottes Herrlichkeit, der andere in das Gegenteil: die gottesferne Ewigkeit. Das Schlimmste, was uns Menschen passieren kann, ist Gott nicht mehr bei uns zu haben. Die Weichen werden hier gestellt: jetzt und heute. Wo wirst du die Ewigkeit verbringen?

Gott segne dich im neuen Jahr!

By: Stephan Hobrack